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«Filo a piombo» zählt zu den schönsten Mehrseillängentouren im Tessin. Entlang Rissen und Verschneidungen schlängelt sich die Route durch die steile, abweisende Wand im Canyon di Foiòi. Die Route muss grösstenteils selbst abgesichert werden, es stecken vereinzelt Normal- und Bohrhaken. Oberhalb des Canyons führt «Alice», die neuste Route des Valle Bavona, in 12 Seillängen durch die Felsbastion. Die Route bietet viel Abwechslung mit originellen Kletterpassagen.


Schwierigkeiten der Routen
Schwierigkeiten der Routen

News zum Gebiet

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13.4.2026
In der Route «Alice» ereignete sich 2023 in der 6. Seillänge ein grosser Felssturz. Marcel Dettling konnte nun eine Variante einrichten, welche die Felssturzzone links umgeht (vgl. Topo). L7 klettert nach einem kurzen Quergang den oberen Teil der ehemaligen L6 (schöner, cleaner Fingerriss). Den Stand vor der kurzen Verbindungslänge kann man nun auslassen und direkt zum Stand vor der 7a hoch.

Allgemeine Anmerkungen zur Route von Marcel:

Wir fanden die Route sehr anspruchsvoll (im Vergleich zur Filo a piombo, welche wir am Tag zuvor geklettert hatten). L3 ist nach unserer Einschätzung deutlich schwieriger wie 7a+. Erst recht wenn onsight bzw. rotpunkt (mit Platzieren der Cams!) geklettert. Für Kleine, welche nicht direkt über den ersten BH hinauf können (je nach Ape Index ist das unter ca. 175-180cm nicht mehr möglich) und den Untergriffpiaz von links her machen müssen, ist es sowieso nochmals eine andere Dimension. Der Riss ist zudem oft feucht/nass und komplett mit Moos zugewachsen. Uns kam es so vor, als dass diese Länge schwieriger zu punkten wäre wie die 7c der Filo a piombo (wobei wir weder das eine noch das andere gemacht haben...).
 

Die 7a Slab in L8 ist taff bewertet, hat mehrere zwingende Stellen und ist teilweise weit gesichert mit Potenzial für heikle Stürze (starke Schürfungen, Prellungen, Füsse kaputt...). Mit eckigem Verlauf und 55m Länge ist sie fast nicht in einem Stück kletterbar wg. Seilzug. Wir haben uns mit einem improvisierten Zwischenstand hochgekämpft. Plattenbewertungen sind immer so eine Sache, aber 7b (7a obl.) wäre vermutlich eher angebracht. In ähnlichem Stil, wenn auch einen Tick gemässigter, geht's dann auch in L10 (6c) zur Sache: taff bewertet, Seilzug, zwingende Stellen und wehtun kann man sich auch da.
 

Die Seillängen am Ausstiegsriegel (im Extrem Sud nicht beschrieben) befinden sich direkt am Abstiegsweg. Bei der rechten Variante ist die 7a im Kontext der Route nachvollziehbar, aber auch knapp. Real eher 7a+/7b (7a obl.) und nicht so lohnend. Die linke Variante bietet die schönere Kletterei. Die Bewertung von 6c ist aber als Scherz zu verstehen. Wir konnten trotz Ausbouldern im Klettergarten-Modus nicht einmal alle Stellen frei entschlüsseln - und es ist über eine längere Strecke schwierig und somit auch noch ein Durchstiegsproblem. Man stelle sich auf mindestens 7c oder mehr ein und bringe eine Extraportion Haut für den körnig-scharfen Fels mit.


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